Der Mann

Giuseppe Fortunino Francesco Verdi ist am 10. Oktober 1813 in Roncole (einem Ortsteil von Busseto) in einer Familie von Gastwirte und Kleinbauer geboren.
Sein erster Erzieher ist der Pfarre von Roncole, don Pietro Baistrocchi, der ihm auch die ersten Musikkenntnisse lehrt. Ab1823 besucht er den Gymnasium in Busseto lernt Musik mit Ferdinando Provesi, dem Kapellmeister und Direktor der Gemeindemusikschule. Bald ist Verdi fähig, Provesi am Organ und bei der Leitung der lokalen Philharmonie zu ersetzten.
Antonio Barezzi empfing Verdi im Jahre 1831 in seinem Haus: er merkt die Begabung des Jungen und unterstützt ihn ökonomisch.
Als er von Monte di Pietà ein Stipendium bekommt, versucht Verdi ins Konservatorium in Mailand einzutreten aber sein Zulassungsantrag wird abgelehnt. Trotzdem verbringt er drei Jahre in Mailand und lernt mit Vincenzo Lavigna, dem Cembalomeister des Teatro alla Scala, und besucht regelmäßig das Theater.
Im Jahr 1836 bewerbt er sich erfolgreich als Musikmeister in Busseto, er verheiratet Margherita Barezzi und arbeitet an einer Oper, Rocester, mit der Hoffnung, sie in Parma darstellen zu lassen.
Am Anfang des Jahres 1839 verlässt Verdi Busseto definitiv und zieht sich in Mailand um.
In November wird Oberto, Conte di San Bonifacio an der Scala mit großem Erfolg aufgeführt; sein nächstes Werk, die komische Oper Un giorno di regno (1840) wurde ausgepfiffen, und Verdi, der neben dem Tod seiner Kinder auch dem seiner jungen Frau betrauerte, beschloss tief deprimiert.

Verdi befreit sich mit dem Erfolg von Nabucodonosor (später Nabucco genannt): Diese Oper wurde 1842 an der Scala aufgeführt und dank ihr wurde er auch international als „führender italienischer Opernkomponist“ anerkannt.
Verdi frequentiert die Salons der Mailänder Gesellschaft und hat wieder Erfolg mit I Lombardi alla prima crociata (1843).
In den folgenden zehn Jahren ist Verdi sehr aktiv und setzt sich in den größten Theatern Italiens durch: Sein sehr persönlicher Stil ist von wunderschönen Melodien, einem bedrängendem Rhythmus und der Sorgfalt in der Aufführung und in den Szenen bezeichnet.

1847 fängt das Liebesverhältnis zwischen Verdi und Giuseppina Strepponi an, die die erste Interpretin von Abigaille in Nabucco war. In diesem Jahr nährt er einer shakespeareschen Figur, Macbeth.
Zwischen 1851 und 1853 bekommt Verdi die höchste Beliebtheit dank Rigoletto, Il Trovatore und La Traviata. Er zieht sich auf das Land in Sant’Agata und entfernt sich nur, um den Winter in Genua zu verbringen.
Verdi verlässt nicht den Ruheort obwohl er politisch engagiert ist (1861 lässt er sich zur Kandidatur für Abgeordnetenkammer Italiens überreden, tretet jedoch 1863 wieder zurück). Er vermindert den Leistungsrhythmus und widmet jeder neuen Oper immer mehr Sorgfalt.

1855 stellt er Les vêpres siciliennes in Paris dar, 1857 Simon Boccanegra in Venedig und 1859 Un ballo in maschera in Rom.
Verdi bekommt auch wichtige Aufträge von fremden Theatern: für das Kaisertheater von Petersburg komponiert er La forza del destino (1862), während 1871 wird Aida in Kairo aufgeführt; die Neubearbeitung von Macbeth (1865) und Don Carlos (1867) sind den Theatern in Paris gewidmet.

Nach dem Tod von Rossini komponiert Verdi eine kollektive Requiem-Messe, aber verlässt bald das Werk. Er setzt es für Manzonis Tod fort und 1874 (ein Jahr nach dem Ableben des großen Schriftstellers) wird das Requiem in San Marco in Mailand aufgeführt.

1881, mit der Neubearbeitung von Simon Boccanegra für die Scala, fängt eine Mitarbeit zwischen Verdi und Arrigo Boito, dank der Verdi zwei andere Werke mit shakespeareschen Figuren schrieb: Otello (1887) und Falstaff (1893). Sein letztes öffentliches Auftreten ist im Jahr 1892 an der Scala, als er das Gebet von Moses für das Jahrhunderttag von Rossinis Geburt leitet.
Verdi verbringt die letzten Winter in Mailand, in einem Suite-Zimmer im Hôtelet de Milan. Er komponiert 1898 seine letzte Werke, Quattro pezzi sacri.

Am 21. Januar 1901 hat Verdi einen Schlaganfall und stirbt am 27. nach einigen Tagen Agonie.
Seine Leiche wirda zum Monumentalen Friedhof in Mailand und ein Monat später in die Kapelle der von ihm gewünschten Altersheim für Musiker, wo er noch heute liegt.